Wir

Der Deutsch-Chilenische Bund wurde 1916 als Vereinigung zum Schutz der deutschen Gemeinschaft angesichts der geschichtlichen Ereignisse der damaligen Zeit gegründet. Kurz zuvor war im selben Jahr in Valparaíso die Deutsch-chilenische Industrie-und Handelskammer gegründet worden. Den entscheidenden Impuls bei der Entstehung des Deutsch-chilenischen Bundes gaben die deutschen Freimaurer in Chile. Als erster Präsident des DCB wurde Dr. Cristobal Martin gewählt, einer der Mitbegründer des Deutschen Studentenzentrums „Araucania“ 1896 in Santiago. Während des II. Weltkriegs gelang es dem DCB unter Leitung des Präsidenten Fernando Fonck, den größten Teil der von deutschen Einwanderern gegründeten Institutionen zu erhalten, darunter Schulen, Krankenhäuser und Vereine.

Die fast 100-jährige Geschichte des DCB ist von Beginn an stark von kulturellen Aktivitäten geprägt. Der DCB ist eine unabhängige, gemeinnützige, nicht auf Gewinn ausgerichtete Institution, die von ihren Mitgliedern (Privatpersonen, Institutionen und Unternehmen) als auch durch Publikationen und Kulturprojekte getragen wird. Wichtigste Aufgabe des DCB ist die Förderung des Zusammenhalts der Chilenen deutscher Abstammung durch den Erhalt der Sprache und die Verbreitung der Kultur ihrer Vorfahren. Der DCB fördert ebenso die kulturellen Beziehungen zwischen Chile und den deutschsprachigen Staaten Europas bzw. den deutschen Gemeinschaften Lateinamerikas.

Der DCB ist sehr um die Unterstützung der deutschen Schulen in Chile bemüht, vor allem im Hinblick auf das Erlernen der deutschen Sprache und den Schüleraustausch.

Im Gebäude des DCB befinden sich die Bibliothek und das Archiv “Emilio Held Winkler”. Dieses wurde 1985 mit der Übergabe  der historischen Sammlung des Forschers und Historikers Emilio Held Winkler an den DCB gegründet. Seitdem ist das Archiv dank der Spenden wertvoller Dokumente und Materialien aus dem In- und Ausland stetig gewachsen. Heute ist es die umfangreichste Informationsquelle dieser Art im Land.

Die Kulturabteilung organisiert Ausstellungen, Konzerte, Vorträge, Theateraufführungen und andere Aktivitäten mit dem Ziel, die deutsche Sprache und Kultur in Chile zu bewahren und bekannt zu machen.  Gastspielreisen und Tourneen von Künstlern aus Deutschland tragen dazu bei, die Regionen des Landes in die kulturellen Aktivitäten einzubeziehen und den Kontakt der deutsch-chilenischen Gemeinschaften des Landes zu fördern.

Der DCB ist Herausgeber der Wochenzeitung “Condor”, der einzigen deutschsprachigen Zeitung in Chile. Die Auflage erreicht etwa  6.000 Exemplare.

Die jährlich im August stattfindende Jahreshauptversammlung ist ein Treffpunkt der deutsch-chilenischen Gemeinschaft. Hier werden Themen besprochen, die für die Gemeinschaft von Interesse sind, der DCB und die angeschlossenen Institutionen berichten über ihre Aktivitäten und koordinieren ihre Zusammenarbeit.  Ein Höhepunkt ist die Verleihung der “Carl Anwandter”-Medaille an Chilenen deutscher Herkunft, die für besondere persönliche oder berufliche Leistungen oder den beispielhaften Einsatz für die Gemeinschaft vergeben wird.